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Fragen im Januar und ein offenes Ende

Heute beginnt meine "Philosophische Reise durchs Jahr" - und sie startet mit der Karte für den Januar 2026.



Januar 2026

Sprich deine Wahrheit


Dies ist nicht die Zeit, um das Richtige zu sagen. Dies ist die Zeit, das Einzige zu sagen, um das einzig Wahre zu befreien, das in deinem Herzen lebt und sich nach Freiheit sehnt. Beschönige nichts und analysiere nicht zu viel. Konzentriere dich zuerst und komme zur Ruhe, um die Wahrheit zu hören, so wie sie in deinem Inneren lebt. Sprich sie dann klar und deutlich und mit Anmut und Integrität aus. Ein authentisches, wahrhaftiges Leben mag dich Bequemlichkeit, Beziehungen und Sicherheit kosten. Aber

es ist alles wert. Es ist die Seele deiner Seele.



Ein stiller Anfang


Hm… da geht’s schon gut los, 2026.

Als ich diese Karte gezogen habe, hatte ich erst einmal keine Ahnung, was sie mir sagen will.

Normalerweise habe ich sofort ein Gefühl für die Karten, aber bei dieser blieb es still.


Vielleicht zeigt sich darin schon etwas Wesentliches. Innere Arbeit folgt selten einer klaren Linie.

Entwicklungsprozesse brauchen oft ihr eigenes Tempo. Manchmal beginnen sie mit Unsicherheit, mit einem Zögern, mit einer Frage, die noch keine Antwort hat.



Fragen, die sich zeigen


Je länger ich mich mit der Karte beschäftigte, desto mehr Fragen tauchten auf.


Was bedeutet Wahrheit eigentlich?

Warum ist die eigene Wahrheit manchmal so schwer zu greifen?

Wer legt fest, was Wahrheit ist?

Wird meine Wahrheit durch andere Stimmen überlagert?

Verwechsle ich Wahrheit vielleicht mit Erwartungen, Rollen oder meinem Harmoniebedürfnis?


Und dann kamen weitere Gedanken:


Was hindert mich daran, meine Wahrheit sofort zu erkennen?

Welche Muster, Erwartungen oder Gewohnheiten machen sie leise?

Bin ich gerade so sehr im Funktionieren, dass ich meine eigene Stimme kaum wahrnehme?


Diese Fragen laden mich ein, tiefer zu schauen.



Der Januar als Monat des Hinhörens


Vielleicht ist der Januar genau dafür da, nicht um meine Wahrheit sofort auszusprechen, sondern um hinzuhören, um herauszufinden, wo sie sich zeigt, wie sie sich anfühlt und was sie braucht, um klarer zu werden.


Ein Zeitraum, in dem ich nicht sofort Antworten suche, sondern erst einmal wahrnehme, was in mir mitschwingt. Ich möchte beobachten, wie sich Wahrheit im Alltag zeigt. Vielleicht beginne ich damit, mir selbst Fragen zu stellen, die im Alltag oft untergehen. Nicht jeden Tag dieselben, sondern immer dann, wenn ich merke, dass etwas in mir kurz innehält.


Wann sage ich etwas, das nicht ganz stimmt?

Wo halte ich mich zurück, obwohl etwas in mir sprechen möchte?

Wo rede ich zu viel, um die Stille zu vermeiden?

Wo spüre ich ein inneres Nein und sage trotzdem Ja?

Und wo fühle ich mich lebendig, klar, echt?



Ein leises Ritual


Ich möchte diesen Monat nutzen, um solche Momente bewusster wahrzunehmen.

Vielleicht entsteht daraus ein kleines Ritual:


ein kurzer Blick zurück am Abend, ein Satz im Notizbuch, eine Frage, die ich mit in den Tag nehme.

Nichts Großes, nichts Verpflichtendes — eher eine sanfte Erinnerung daran, aufmerksam zu bleiben.



Ein offenes Ende


Und vielleicht endet dieser Monat nicht mit einer fertigen Erkenntnis. Vielleicht entsteht nur ein Gefühl. Oder ein erster Satz, der sich wahr anfühlt. Oder eine neue Frage, die mich weiter begleitet. Vielleicht ist das der Anfang eines Jahres, das mich lehrt, meiner inneren Stimme noch mehr Raum zu geben.


Vielleicht ist genau das genug.


Danke für deine Aufmerksamkeit. Ich wünsche dir eine wunderbare Zeit und immer nette Menschen um dich.

Anja

2 Kommentare


Vielen Dank für den schönen Text.

Ja, ich finde es auch nicht einfach, klare Gedanken zu diesem Thema zu finden.

Was ist meine Wahrheit und spreche ich sie auch wirklich aus?

Jedenfalls lohnt es sich, darüber nachzudenken und mehr auf sein Innes zu hören, damit man bzw. ich meine Wahrheit aussprechen kann.

In diesem Sinn wünsche ich dir, liebe Anja einen schönen Start ins Jahr 2026.

Herzliche Umarmung, Kathleen 🥰

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Dankeschön liebe Kathleen 💚. Auch für dich einen sanften Start in 2026.

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