Zwischen Loslassen und Weitergehen
- Anja Kleinschmidt

- 1. Feb.
- 3 Min. Lesezeit
Der Februar ist da und die Reise geht weiter.

Transformiere dich
Lass los. Gib die Form auf, an die du dich klammerst. So wie ein Phönix die Gewissheit der Wiedergeburt in seiner Brust trägt, gehe bereitwillig ins Feuer und gib alles auf, was wiedergeboren werden will. Überholte Glaubenssätze, alte Ideen, abgenutzte Träume, ausgebrannte Beziehungen - alles, was dir das Gefühl gibt, zu klein, zu müde oder nicht genug zu sein, sollte ins Feuer wandern. Neues Leben braucht Raum der Transformation, um Wurzeln schlagen zu können. Lass deine Abwehrkräfte fallen und schmilz alles weg, was nicht dazugehört.
Oha. Diese Karte war meine Jahreskarte für 2025. Ich ziehe zum Jahreswechsel um Mitternacht noch eine zusätzliche Karte, von der ich mich das ganze Jahr über begleiten lasse. Welche Karte das in diesem Jahr ist? Wir werden sehen ;-)
Was bedeutet Transformation für mich
Das Wort Transformation klingt für mich oft riesig. In meinem Kopf entstehen Bilder von radikalen Veränderungen, fast wie ein kompletter Neustart. Vielleicht liegt das an dem Bild des Phönix, der sich ins Feuer stürzt, um neu geboren zu werden. Sehr radikal.
Aber ist Transformation wirklich nur dieses große, dramatische Umkrempeln?
Vielleicht beginnt sie viel früher. Und vielleicht ist sie leiser, als wir denken.
Vielleicht ist sie erstmal ein Loslassen.
Wenn Wünsche zu eng werden
Ich habe vor, mein Visionboard neu zu gestalten. Das jetzige begleitet mich seit zirka zwei Jahren und dort stehen Sachen/Dinge drauf, mit denen ich heute gar nicht mehr in Resonanz bin. Wünsche, die mir einmal wichtig waren, aber jetzt nicht mehr passen.
Vielleicht beginnt Transformation genau dort:
im Erkennen, wann etwas zu eng geworden ist.
Ob es Träume, Wünsche, alte Vorstellungen, Glaubenssätze oder Beziehungen sind, die nicht mehr mitwachsen.
Wege, die sich verändern dürfen
Und während ich so darüber nachdenke, merke ich, wie sehr sich dieser Gedanke auch in meinem Alltag zeigt. Ich beginne gern Neues, wenn mich etwas interessiert. Und manchmal verliere ich auf dem Weg das Interesse wieder - nicht, weil ich "aufgebe", sondern weil sich etwas in mir weiterbewegt hat.
Früher dachte ich, ich müsste Wege zu Ende gehen, damit sie "gültig" sind. Damit es sich lohnt.
Damit niemand sagen kann, ich hätte zu früh aufgehört.
Aber inzwischen weiß ich: Das ist ein äußerer Maßstab, kein Innerer - und vor allem nicht meiner.
Der Druck, Dinge zu Ende zu bringen
Es ist ein gesellschaftlicher Druck, der uns zuflüstert, dass Durchhalten immer besser sei als Loslassen. Dass Investitionen - Zeit, Geld, Energie - nur dann zählen, wenn wir bis zum Schluss dabeibleiben.
Dieses kulturelle Narrativ basiert auf Effizienz, nicht auf Lebendigkeit.
Doch was ist dieser Schluss überhaupt? Und wer bestimmt ihn?
Vielleicht ist es viel ehrlicher, mitten auf dem Weg stehenzubleiben und zu sagen: Ich bin hier fertig.
Nicht, weil ich gescheitert bin, sondern weil ich mich verändert habe.
Und nicht jedes Ende muss endgültig sein. Wege dürfen auch ruhen, sich verzweigen, oder später wiederkehren - oder auch nicht. Ich finde alles darf da sein.
Mein Impuls für den Februar
Vielleicht ist Transformation genau das:
die Freiheit, Wege nicht zu Ende denken zu müssen.
Die Freiheit, neu zu sortieren, ohne sich rechtfertigen zu müssen.
Die Freiheit sich selbst zuzuhören, statt Erwartungen zu erfüllen.
Und wenn ich all das zusammennehme, entsteht für mich ein Impuls für diesen Monat:
Transformation muss kein radikaler Schnitt sein, es darf ein ehrliches Hinsehen sein:
Was trägt mich noch - und was trage ich nur aus Gewohnheit?
Wir dürfen unsere innere Beweglichkeit zulassen - genau das ist für mich im Moment Transformation.
Ich werde jetzt mein neues Visionboard gestalten und mich neu sortieren.
Vielen Dank für deine Aufmerksamkeit, wenn du magst, lass mir gerne einen Kommentar mit deinen Gedanken da.
Hab eine schöne Zeit und immer nette Menschen um dich herum.
Anja



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