Tanze dich zurück zu dir
- Anja Kleinschmidt

- vor 3 Tagen
- 3 Min. Lesezeit
Es wird langsam merklich heller - die Reise geht weiter mit der Karte für den März 2026.
Eine sehr schöne und passende Karte für einen Monat, indem alles sanft beginnt, wieder aufzublühen.

Tanze
Tanzt den Rhythmus eurer Freude. Tanzt das Klagelied eures Schmerzes. Tanzt eure Hoffnungen und Ängste mit wilder Hingabe. Bewegt euren Körper in wilder Hingabe. Bewegt euren Körper in der Ekstase der Befreiung, wissend, dass das große Ganze euch in Liebe umarmt und das eure Zellen mit dem Puls dieser Umarmung tanzen. Vergiss alles andere und tanze dich frei.
Eine Erinnerung, die zurückkehrt
Am Silvesterabend 2025 hatte ich alle zwölf Karten für das neue Jahr vor mir liegen und habe mir einer erste Struktur für diese Blogreihe geschaffen. Dabei hielt ich natürlich auch die März- Karte noch einmal in der Hand - und sie hat mich an etwas erinnert, das lange in meinem Alltag keinen Platz mehr hatte - ich einfach vergessen habe.
Immer dann, wenn sich etwas in mir schwer anfühlte, wenn ich innerlich unruhig, gereizt oder unsicher war, habe ich früher einfach Musik auf die Ohren gesetzt und getanzt. Ganz für mich, in meiner Wohnung, ohne Plan, ohne Ziel. Irgendwann war diese kleine Praxis verschwunden, obwohl sie mir so gut getan hatte.
Als ich diese Karte in der Hand hielt, war die Erinnerung sofort wieder da. Also habe ich sie direkt wieder aufgegriffen und bestimmt erst einmal eine Stunde getanzt - und es war wunderbar. Fast so, als würde ich mir selbst wieder begegnen.
Seit Silvester mache ich das wieder regelmäßig - nicht nur, wenn sich etwas schwer anfühlt, sondern einfach so. Manchmal nur für ein paar Minuten, manchmal länger. Aber immer dann, wenn ich merke, dass ich etwas ver(-)rückt bin - nicht mehr in meiner Mitte.
Was Tanzen in uns bewegt
Wenn wir tanzen, verändert sich etwas in uns. Nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich. Bewegung kann Anspannungen lösen, Stresshormone abbauen und den Körper daran erinnern, dass er lebendig ist. Musik bringt uns in einen Rhythmus, der oft tiefer wirkt, als wir es bewusst wahrnehmen.
Und plötzlich wird das Schwere leichter, der Kopf klarer, der Atem freier. Und ich kann für mich sagen: Es ist, als würde etwas in mir wieder ins Gleichgewicht kommen.
Tanzen als Symbol für Freude ohne Zweck
In den letzten Wochen habe ich bemerkt, dass Tanzen für mich noch mehr bedeutet. Es ist nicht nur ein Moment der Auflockerung, sondern eine Erinnerung daran, wie gut es tut, Dinge einfach aus Freude zu tun. Ohne Zweck, ohne Ergebnis, ohne das am Ende etwas "Sinnvolles" herauskommen muss. Etwas machen - nur, weil es sich gut anfühlt - nur, weil es mich mit einem Teil von mir verbindet, der früher ganz selbstverständlich da war.
Vielleicht verlieren wir solche Dinge manchmal, weil wir glauben, zu erwachsen dafür zu sein. Weil der Alltag uns einholt. Weil wir vergessen, wie befreiend es sein kann, etwas nur für uns selbst zu tun. Für mich ist Tanzen genau das: ein kleiner Akt der Freiheit. Ein Moment, in dem ich mir selbst begegne - leicht, lebendig, unbeschwert.
Was uns leicht macht
Der März bringt Licht und Weite mit sich, und genau so fühlt sich Tanzen an. Als würde etwas in mir aufatmen. Tanzen erinnert mich daran, wie gut es tut, mich frei zu fühlen - ohne Erwartungen, ohne Ziel. Einfach nur, weil es mich lebendig macht.
Vielleicht lädt uns der März dazu ein, wieder mehr Raum für das zu schaffen, was uns einfach gut tut. Für kleine Momente, die keinen Zweck erfüllen müssen und trotzdem so viel Leichtigkeit bringen. Für Dinge, die wir früher geliebt haben und die irgendwo in uns noch immer darauf warten, wieder berührt zu werden.
Vielleicht ist es ein halbfertiges Puzzle, dass du wieder hervorholst. Ein paar Pinselstriche auf einem Blatt Papier. Ein Stück Stoff, das du nähst. Etwas, das deine Hände beschäftigt und dein Herz beruhigt. Etwas, das dich lächeln lässt, ohne dass du erklären musst warum.
Vielleicht magst du dir in diesem Monat genau solch einen Moment schenken. Einen, der nur dir gehört. Einen, der Freude macht, einfach weil er Freude macht.
Ich bin gespannt, was der März für uns öffnet.
Vielen Dank für deine Aufmerksamkeit. Ich wünsche dir eine großartige Zeit und immer nette Menschen um dich herum.
Bis ganz bald.
Anja



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